Privatpraxis für Physiotherapie & Osteopathie
Patrick Zorn
Offenbachweg 1
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News

Studienbereich präsentiert Forschung zur Arthrose-Versorgung

Auf dem Kongress für Arthroseforschung der „Osteoarthritis Research Society International“ (OARSI) kamen vom 18. bis 21. April 2024 Teilnehmende aus Forschung und Versorgungspraxis zusammen. Franziska Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der HS Gesundheit in Kooperation mit der Universität Utrecht, präsentierte ihre Ergebnisse der Vignettenstudie „Qualität der physiotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Hüft- und/oder Kniearthrose in Deutschland: Überprüfung der Leitlinienadhärenz mittels Fallvignetten“. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Max Bonk, Masterstudierender der Physiotherapiewissenschaft an der HS Gesundheit unter Betreuung von Prof. Dr. Christian Grüneberg, Professor für Physiotherapie an der HS Gesundheit und in Kooperation mit Dr. Corelien Kloek der Hochschule Utrecht sowie Prof. Dr. Cindy Veenhof der Hochschule und Universität Utrecht durchgeführt.

Insgesamt wurden 335 Physiotherapeut*innen in Deutschland mittels Fallvignetten zu der Wahl von Therapiemodalitäten befragt. Diese Auswahl wurde dann mit aktuellen Leitlinien zur Versorgung von Menschen mit Hüft- und Kniearthrose abgeglichen. „Es zeigt sich, dass die meisten Physiotherapeut*innen in Deutschland die empfohlenen Therapiemodalitäten aus den Leitlinien auswählen. Allerdings werden auch immer noch einige Therapiemodalitäten ausgewählt, die laut Leitlinie nicht empfohlen werden, wie zum Beispiel Elektrotherapie“, sagt Franziska Weber. „Im Gespräch mit anderen Kongressteilnehmenden wurde deutlich, dass sich in anderen Ländern ähnliche Probleme vorfinden. Daher geht es in Zukunft auch um die Frage, wie wir veraltetes Wissen und Strukturen aus dem Praxisalltag herausfiltern können, also eine Entwicklung und Umsetzung einer De-Implementierungsstrategie“, führt Weber fort.

„Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit unserer Forschungsgruppe im Studienbereich Physiotherapie an der HS Gesundheit mit der Versorgung von Patient*innen mit Arthrose. Wir haben auch auf Grundlage der Arbeiten von Frau Weber schon großartige Erfolge erzielt, neue Versorgungskonzepte entwickelt und evaluieren diese gerade in unserer SmArt-E-Studie, dessen Grundlage auf den Ergebnissen von Frau Weber beruht. Insgesamt, auch unter Einbezug der digitalen Technologien, ist noch einiges an Potential auszuschöpfen, um die personalisierte Versorgung für unsere Patient*innen zu optimieren“, führt Prof. Dr. Christian Grüneberg aus.



TÜV Rheinland: Rückenschonendes Arbeiten

Mehr als 26 Millionen Menschen sind laut Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) von Rückenleiden betroffen. Bei den 34,4 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten kam es im Jahr 2022 durch Rückenschmerzen zu 96,7 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen – eine hohe Belastung für die Wirtschaft, denn allein die Produktionsausfallkosten beliefen sich auf 12,4 Milliarden Euro.1 „Welche Belastungen für den Rücken ein Beruf mit sich bringt, ist sehr unterschiedlich: Im Büro ist es das lange Sitzen, in der Produktion können es beispielsweise schweres Heben, Arbeiten in unnatürlichen Körperhaltungen, Vibrationen oder wiederholt gleiche Bewegungen sein“, weiß Dr. Dana Niemann, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland.

Hilfsmittel konsequent nutzen

Die eine Empfehlung, um Rückenbeschwerden vorzubeugen, gibt es aufgrund der vielfältigen Ursachen und Belastungen nicht. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung trägt jedoch dazu bei, Belastungen für den Rücken zu reduzieren. Im Büro sind dazu ein ergonomischer Schreibtischstuhl und ein höhenverstellbarer Tisch, der sowohl im Stehen als auch im Sitzen genutzt werden kann, wichtig. Aber auch kleine Hilfsmittel wie Fußstützen oder Dokumentenhalter können eine entspannte Arbeitshaltung fördern und so Rückenbeschwerden vorbeugen.

In der Produktion sind Hilfsmittel noch wichtiger, denn Trage- und Hebehilfen, Hubwagen oder auch Exoskelette entlasten je nach Tätigkeit den Rücken und beugen so Beschwerden und Erkrankungen vor. Aber auch Antiermüdungsmatten können bei stehenden Arbeiten Beine und Rücken schonen. „Damit diese Hilfsmittel von den Beschäftigten gut angenommen und konsequent genutzt werden, ist eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur wichtig. Dabei tragen Führungskräfte die Verantwortung dafür, die erforderlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Hilfsmitteln zu schaffen und die Mitarbeitenden für die Nutzung zu sensibilisieren und zu motivieren. Zudem sollten sie eine Kultur der Zusammenarbeit fördern, die es ermöglicht, dass sich Beschäftigte bei Bedarf gegenseitig helfen. Bei der Auswahl von Hilfsmitteln können Expertinnen und Experten von TÜV Rheinland digitale Tools zur Analyse der Ergonomie einsetzen. Aber ebenso wichtig ist das Wissen der Mitarbeitenden. Sie kennen ihren Arbeitsplatz und können beurteilen, ob ein Hilfsmittel die gewünschte Entlastung bewirkt.

Nicht nur Bewegung bietet Ausgleich

In Büroberufen ist Bewegung ein guter Ausgleich zur hauptsächlich sitzenden Tätigkeit. „Beim Sport ist es wichtig, dass er Spaß macht. Daher muss jeder Mensch für sich herausfinden, welche Sportart oder Bewegungsform geeignet ist. Neben Kraft- und Ausdauertraining gehören auch Dehnübungen oder Ausgleichsübungen für belastende Körperhaltungen zu den Möglichkeiten. Wer hingegen den ganzen Tag auf den Beinen ist oder durch Stress zu Verspannungen neigt, kann beispielsweise auf bewusste Muskelentspannung setzen. Denn Regeneration ist auch für die Muskeln wichtig“, so Niemann.

Arbeitgeber haben vielfältige Möglichkeiten, ihre Mitarbeitenden beim Ausgleich beruflicher Belastungen zu unterstützen: Zuschüsse zu Fitnesskursen oder flexible Arbeitszeiten, die die Teilnahme an Gesundheitskursen ermöglichen, gehören ebenso dazu wie Gesundheitstage oder andere Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Gesundheitsexpertinnen und -experten von TÜV Rheinland erstellen dazu ganzheitliche Konzepte für ausgleichende körperliche Aktivitäten und deren Integration in den beruflichen sowie privaten Alltag. „Unser Ziel ist es, mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte den bestmöglichen Effekt zu erzielen“, betont Niemann.

Quellen:

1. https://www.aok.de/pp/bv/pm/gesundheitsatlas-rueckenschmerz/



88 Prozent der Rücken-OPs sind unnötig

88 Prozent der Rücken-OPs sind unnötig. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zu einem speziellen Zweitmeinungsprogramm vor Rücken-Operationen. Bei dem Programm werden Patientinnen und Patienten mit einer Krankenhauseinweisung oder bei denen eine Rückenoperation im Raum steht, in einem interdisziplinären Schmerzzentrum intensiv untersucht. In 88 Prozent der Fälle sei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von einer Operation abgeraten worden und im Folgejahr kein entsprechender Eingriff abgerechnet worden, teilt die TK mit.  

Der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas erklärt: "In Deutschland wird leider immer noch zu schnell zum Messer gegriffen." In einigen Fällen seien solche Operationen an der Wirbelsäule zwar als letzte Option notwendig. Aber die Entscheidung sollte gut abgewogen werden. "Wenn die allermeisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zweitmeinungsprogramm ohne OP auskommen, zeigt das unsere Fehler im System."  

Baas: Krankenhausreform kann neue Impulse setzen In der Regel ließen sich Rückenbeschwerden sehr gut mit schonenderen Verfahren - zum Beispiel durch Muskelaufbau mit klassischer Physiotherapie - behandeln. "Operationen an Rücken, Knie und Hüfte sind für die Kliniken allerdings sehr lukrativ", so Baas. Leider wirkten die finanziellen Anreize im Gesundheitswesen derzeit so, dass sich im Zweifelsfall eine Entscheidung zur Operation mehr lohne als eine Entscheidung dagegen. Baas: "Die geplante Krankenhausreform kann hier wichtige neue Impulse setzen, indem die Kliniken unabhängig von der Zahl der operierten Patientinnen und Patienten die Kosten für die vorgehaltenen Strukturen wie Behandlungsräume und Geräte erstattet bekommen und im Gegenzug der Anteil der Entgelte pro Behandlung reduziert werden." Das verringere den Anreiz, durch möglichst hohe Fallzahlen eine zusätzliche Rendite für den Krankenhausträger zu erwirtschaften.

"Reform darf nicht nur Geld in überholte Versorgungsstrukturen pumpen"   Der TK-Chef sagt: "Wir brauchen solche Veränderungen der Anreize - genauso wie eine bessere Spezialisierung der Kliniken, die in einer verbesserten Qualität mündet. Ebenso sollten nicht mehr für die Versorgung benötigte Angebote konsequent abgebaut werden." Bedauerlicherweise seien die Qualitätsaspekte der Reform in den vergangenen Wochen immer stärker verwässert worden. "Die Krankenhausreform darf sich nicht darauf beschränken, möglichst viel Geld in überholte Versorgungsstrukturen zu pumpen, sondern wir müssen dringend die Versorgungsstrukturen modernisieren und verbessern." 



Aktionstag gegen den Schmerz am 4. Juni 2024

In Deutschland berichten rund 23 Millionen Menschen über chronische Schmerzen. Besonders häufig betroffen sind dabei Kopf, Rücken, Gelenke, Nerven und der Magen-Darm-Bereich. Betroffene müssen oft erhebliche Einschränkungen im Alltag in Kauf nehmen, mitunter kommt es sogar zu Arbeitsausfällen und Frühberentung. Doch wie kann man die Schmerzen lindern? Welche Therapien sind hilfreich? Diese und viele weitere Fragen können Leidgeplagte und ihre Angehörigen am 4. Juni 2024 beim 13. bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz an Expertinnen und Experten richten. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. organisiert diesen Tag in Zusammenarbeit mit 150 Einrichtungen. Neben Aktionen, Infoveranstaltungen und Vorträgen wird auch eine kostenfreie telefonische Patientenhotline geschaltet. Um 11:00 Uhr findet zudem eine Online-Pressekonferenz statt.

Jährlich am ersten Dienstag im Juni ruft die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. Kliniken, ärztliche oder psychologische Praxen, schmerztherapeutische Einrichtungen, Apotheken sowie Pflegedienste, Heime und Physiotherapiepraxen auf, das Thema „Schmerz“ in den Fokus zu rücken. Um die breite Öffentlichkeit, Betroffene und ihre Angehörigen zu informieren, gibt es im Rahmen des „Aktionstages gegen den Schmerz“ am 4. Juni 2024 bundesweite Informationsveranstaltungen. „Es ist wichtig, über die Entstehung von Schmerz aufzuklären und Betroffenen Wege daraus aufzuzeigen“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. „Denn Schmerz wird häufig unterschätzt. Wird er nicht ernst genommen und behandelt, kann er sich schnell chronifizieren, zu einer großen Einschränkung im Alltag werden und die Lebensqualität erheblich mindern“, gibt Isenberg zu bedenken.

Fast jede 5. Krankschreibung in Deutschland ist auf Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zurückzuführen1. „Die damit verbundenen Schmerzen führen also nicht nur zu persönlichem Leid, sondern richten auch erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden an“, so Isenberg. So verursachen chronische Schmerzen hierzulande jährliche Kosten von schätzungsweise 38 Milliarden Euro. Davon entfallen lediglich etwa 10 Milliarden Euro auf die Behandlungskosten – der Rest ist Krankengeld, Arbeitsausfall und Frühberentungen zuzuschreiben.

Es ist daher wichtig, Schmerzen frühzeitig zu behandeln und so bestenfalls in den Griff zu bekommen. Doch bei mehr als der Hälfte aller Menschen mit chronischen Schmerzen dauert es über 2 Jahre, bis sie eine wirksame Schmerzbehandlung erhalten, und nur ein Zehntel aller Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen werden überhaupt einem Spezialisten vorgestellt.

Der Aktionstag soll Betroffenen und ihren Angehörigen daher die Möglichkeit geben, niederschwellig und wohnortnah mit renommierten Schmerzexpertinnen und -experten in Kontakt zu treten. Eine Übersicht aller Veranstaltungen gibt es auf der Website der Schmerzgesellschaft.

Außerdem steht von 9:00 bis 18:00 Uhr eine kostenfreie telefonische Patientenhotline 0800 1818120 zur Verfügung. Dort erhalten Anruferinnen und Anrufer praktische Tipps zum Umgang mit Schmerzen und Informationen darüber, wo sie die richtige Unterstützung und Therapie erhalten.

Am Aktionstag findet auch eine Online-Pressekonferenz statt. Hier informieren Schmerzexperten, eine Vertreterin der Pflegeberufe und eine Betroffene über aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Schmerz, darüber, welche Möglichkeiten aber auch Hindernisse die Krankenhausreform für die Schmerzversorgung bringt und warum das Thema Schmerz in Schulen und ins Medizinstudium gehört.

Weitere Informationen:
Patienten-Flyer

  • „Schmerzen verstehen“
  • „Kopfschmerzen verstehen“
  • „CRPS – Komplexes regionales Schmerzsyndrom verstehen“
  • „Gesichtsschmerzen verstehen“
  • „Endometriose-Schmerzen verstehen“
  • „Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie“
  • „Restless Legs Syndrom verstehen“
  • „Physiotherapie bei Schmerzerkrankungen“
Weitere Informationen, Materialien und die Veranstaltungsorte zum „Aktionstag gegen den Schmerz“ unter www.aktionstag-gegen-den-schmerz.de Literatur: 1Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77239/umfrage/krankheit-hauptursachen-fuer- arbeitsunfaehigkeit/





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